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[Spritzdruck, Nachdruck, Staudruck, Einspritzgeschwindigkeit]


Für eine einwandfreie Verarbeitung ist die stufenlose Regelung der Drücke und Einspritzgeschwindigkeiten erforderlich. Der Spritz- und Nachdruck sollte dabei in einem Bereich von 100 bis 1.200 bar regelbar sein. Die Einspritzgeschwindigkeit richtet sich in erster Linie nach der Wanddicke. Allgemein erfordern dickwandige Artikel eine langsame, dünnwandige eine schnelle Formfüllung.

Neben der Wanddicke und Angussart hat auch die Entlüftung der Form eine große Bedeutung für die Einspritzgeschwindigkeit, um z.B. so genannte "Brenner" durch hochkomprimierte, erhitzte Luft zu vermeiden.

Den größten Einfluss auf die Maßhaltigkeit und die Entformbarkeit der Artikel übt der Spritzdruck bzw. Nachdruck aus. Ein zu hoher Spritzdruck "überlädt" den Spritzling. Durch zu niedrigen Nachdruck entstehen Einfallstellen.

"Überladene" Spritzteile lassen sich schwerer entformen. Vorteilhaft ist es, mit abgestuften Drücken zu arbeiten. Der Nachdruck sollte gegenüber dem Einspritzdruck abfallend eingestellt werden. Dabei genügen als Nachdruck oft 50 % des Spritzdruckes. So lassen sich Artikel mit einem Minimum an inneren Spannungen fertigen.

Abb. 4 zeigt einen typischen Zyklusablauf.

Zyklusablauf
Abb. 4: Typischer Zyklusablauf bei der Verarbeitung von Desmopan