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[Coextrusion / Extrusionsblasformen]

Coextrusion

Die Coextrusion von Desmopan® oder Texin™ auf harte Thermoplaste wie PC/ABS oder ABS erweitert das Eigenschafts- und Anwendungsspektrum der resultierenden Bauteile. So verbessern Desmopan® und Texin™ die Kratzfestigkeit von Oberflächen, verleihen ihnen eine angenehme Haptik und dämpfen Geräusche. Aliphatische Varianten von Desmopan® und Texin™ vergilben nicht unter Einwirkung von UV-Licht. Sie sind daher auch in hellen Farben einfärbbar, was weitere Freiheiten beim Design von Bauteilen eröffnet.

Durch Coextrusion lassen sich auch TPU-Schmelzkleber wie Desmomelt® auf Flach- und Blasfolien auftragen. Außerdem eignet sich das Coextrusionsverfahren, um Inliner für gewebeverstärkte Schläuche - wie etwa Feuerlöschschläuche - herzustellen. Dazu wird Desmomelt® direkt zusammen mit dem TPU, das die Hauptschicht bildet, coextrudiert. In der Praxis kann dadurch auf ein aufwändiges Klebeverfahren und auf den Einsatz von Lösemitteln verzichtet werden.

Extrusionsblasformen

Hohlkörper wie zum Beispiel Faltenbälge (Abb. 7) lassen sich aus speziell hierfür entwickelten Produkttypen von Desmopan ® und Texin™ auf handelsüblichen Blasformmaschinen fertigen. Dazu können Schlauch- und Speicherköpfe verwendet werden.

Auch zweischichtige Blasformteile (Außenschicht aus alipaphatischem, Innenschicht aus aromatischem Desmopan® oder Texin™) wurden schon erfolgreich durch Coextrusionsblasformen hergestellt. Damit die eingesetzten TPU-Typen eine optimale Schmelzebestandfestigkeit zeigen, sollte die Scherung beim Aufschmelzen möglichst gering sein. Dies lässt sich durch niedrige Schneckendrehzahlen und/oder eine geringe Schneckenkompression erreichen. Die bei Blasformanlagen heute üblichen Wanddickensteuerungen sollten auch im Falle von Desmopan® und Texin™ eingesetzt werden, um die Wanddickenänderung durch Längung des Vorformlings auszugleichen.

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Abb. 7: Extrusionsgeblasene Faltenbälge