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[Spangebende Bearbeitung]

Desmopan® lässt sich mit scharfen Werkzeugschneiden spangebend bearbeiten. Harte Typen sind ähnlich gut wie Polyamide zerspanbar. Bei weichen Qualitäten (< 90 Shore A) muss der zähelastische Materialcharakter berücksichtigt werden.

Die mechanische Bearbeitung von Desmopan® und Texin™ kann auf den üblichen Maschinen der Metall- und Holzbearbeitung erfolgen. Übermäßige Wärmeentwicklung ist zu vermeiden. Eine gute Spanabführung muss gesichert sein.

Geeignet für die spangebende Bearbeitung von Desmopan® und Texin™ sind Werkzeuge aus Schnellschnittstählen. Die Werkzeuge müssen schneiden und dürfen nicht drücken. Bei großen Schnitttiefen kann das Kühlen mit Pressluft oder Bohrölemulsionen notwendig sein. Für die einzelnen mechanischen Verfahren gelten folgende allgemeine Hinweise und Richtwerte.

Sägen

Hier können die üblichen Sägen eingesetzt werden, wobei - besonders bei Handsägen - die für Holz bestimmten Sägeblätter meist günstiger sind als die für Metalle. Geeignet sind ausschließlich Sägen mit geschränkten Zähnen.

Bohren

Zu empfehlen sind Spiralbohrer mit hinterschliffenen Schneiden (Freiwinkel = 12 bis 16°) und kleinem Drallwinkel (ca. 30°).

Bohrerspitze

150°

Schnittgeschwindigkeit

V = 40 bis 50 m/min.

Vorschub

s = 0,01 bis 0,03 mm/U


Es ist darauf zu achten, dass häufig angelüftet wird, um die Späne zu beseitigen. Gegebenenfalls muss bei tieferen Bohrungen angekühlt werden.


Drehen

Freiwinkel

5 bis 15°

Spanwinkel

25 bis 30°

Einstellwinkel

40 bis 60°

Schnittgeschwindigkeit TPU hart

V = 100 bis 150 m/min

Schnittgeschwindigkeit TPU weich

V = 300 bis 500 m/min

Vorschub

s = 0,1 bis 0,2 mm/U

Spitzenradius

ca. 0,3 mm bis 0,5 mm


Fräsen und Hobeln

Geeignet sind Maschinen für die Holzbearbeitung.

Freiwinkel

5 bis 15°

Spanwinkel

15°

Schnittgeschwindigkeit

V = ca. 1.000 m/min

Vorschub

bis 0,5 mm/U


Stanzen

Härtere Typen lassen sich leichter und genauer stanzen.

Mittlere Schnittgeschwindigkeit: 50 bis 100 mm/sec.

Gewindeschneiden

Gewindeschneiden ist bei harten Desmopan®- und Texin™-Typen möglich. Hierfür sind sehr scharfe Gewindebohrer erforderlich. Die Vorbohrung sollte ca. 0,1 mm größer sein als bei Stahl üblich.

Schleifen

Weiche, keramisch gebundene Siliciumkarbidscheiben mit glaspapierfeiner Körnung haben sich bewährt. Der entstehende Schleifstaub muss wirksam abgesaugt werden.