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[Schweißen]

Teile aus Desmopan® und Texin™ lassen sich durch Schweißverfahren miteinander verbinden. Geeignet sind:

Heißluft- und Stickstoffschweißen
Heizspiegelschweißen
Heizelement- und Wärmeimpulsschweißen
Hochfrequenzschweißen
Reibungsschweißen
Vibrationsschweißen


In allen Fällen muss für eine gute Absaugung evtl. entstehender Schwelgase gesorgt werden.


Heißluft- und Stickstoffschweißen

Beim Schweißen mit heißer Luft oder heißem Stickstoff sollte der Gasstrom (1 cm vor der Düse gemessen) eine Temperatur von 290 bis 330 °C haben. Zur Erhöhung der Schweißnahtfestigkeit ist es zweckmäßig, mit einer gekühlten Anpressrolle die noch plastische Naht zu festigen.

Heizspiegelschweißen

Mit Heizspiegeln lassen sich besonders gut Profile stumpf miteinander verschweißen.
An 290 bis 330 °C heißen Platten werden hierbei beide Stirnflächen angeschmolzen und danach unter Druck so zusammengefügt, dass ein Wulst entsteht. Falls erforderlich, kann dieser Wulst nach dem Erkalten spangebend entfernt werden.

Heizelement- und Wärmeimpulsschweißen

Das Heizelement- und Wärmeimpulsschweißen eignet sich in erster Linie für dünnwandige Artikel bzw. Folien. Hierbei ist zu beachten, dass ein ausreichender Anpressdruck bis zum Auskühlen der Schweißnaht aufrechterhalten wird.

Hochfrequenzschweißen

Sehr gut lassen sich Desmopan® und Texin™ auf Hochfrequenzschweißanlagen miteinander verbinden.

Auf einer 2-kW-Anlage können 1 mm dicke Folien noch einwandfrei verschweißt werden. Hierbei betragen die Schweißnahtfestigkeiten 70 bis 95 % der Materialwerte.

Bei 2 mm dicken Folien liegen die Schweißnahtfestigkeiten noch bei 40 bis 60 %. Die höheren Festigkeiten gelten dabei für weiche, die unteren normalerweise für harte Desmopan®- und Texin™-Typen.

Reibungsschweißen

Rotationssymmetrische Teile aus Desmopan® oder Texin™ lassen sich durch Reibungsschweißen verbinden. Mithilfe geeigneter Vorrichtungen ist dieses Verfahren auch für die Serienfertigung einsetzbar. Je nach der Art des Teiles bzw. der Haltevorrichtung sollte die mittlere Umfangsgeschwindigkeit der rotierenden Teilhälfte 300 bis 500 m/min betragen. Die Stirnflächen sind dabei so weit anzuschmelzen, dass nach dem Anpressen ein Schweißwulst sichtbar wird. Der entstehende Längenverlust ist in Versuchen zu ermitteln und bei der Dimensionierung der Hälften zu berücksichtigen.

Vibrationsschweißen

Das Vibrationsschweißen (Friktionsschweißen) bietet sich an, wenn das Reibungsschweißen wegen der Artikelgeometrie nicht geeignet ist. Dabei lassen sich große Teile verschiedenster Gestalt sicher miteinander verbinden. Die Vibrationsschweißungen können als Winkelbewegung (Kreisbogen) und linear, also gradlinig, aufgebracht werden.

Ultraschallschweißen

Diese Schweißtechnik kann wegen der hohen Eigendämpfung von TPU nicht empfohlen werden, da die Festigkeit der Nahtstellen geringer ist als bei den anderen Schweißverfahren.