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Dynamisch mechanische Analyse (DMA)
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Die Dynamisch Mechanische Analyse
(Zugmodul-Analyse; komplexer Elastizitätsmodul) unterwirft die zu
untersuchende Probe in Abhängigkeit von der Temperatur einer sich
zeitlich ändernden sinusförmigen mechanischen Beanspruchung.
Dadurch verformt sich die Probe mit gleicher Periode. Gemessen
werden die Kraftamplitude, die Verformungsamplitude sowie die
Phasenverschiebung Δ φ zwischen dem Kraft- und dem
Verformungssignal. Als Ergebnis liefert die
dynamisch mechanische Analyse den komplexen Modul der Probe.
Voraussetzung dafür ist, dass die Probe in keinem Fall außerhalb
des linearelastischen Bereiches (Hookescher Bereich) belastet
wird. Es werden drei grundsätzlich verschiedene
Verhaltensweisen der Probe unterschieden:
- > Rein elastische Proben reagieren verzögerungsfrei auf
die angelegte Kraft, der Phasenwinkel φ = 0. Sie schwingen verlustfrei.
- > Rein viskose Proben erreichen ihr Deformationsmaximum
im Nulldurchgang der Kraft. Für sie beträgt deshalb der
Phasenwinkel φ = π / 2 (90°). Sie wandeln die Anregungsenergie
vollständig in Wärme um.
- > Viskoelastische Materialien zeichnen sich dadurch aus,
dass die Verformung der Probe mit einer gewissen Verzögerung der
einwirkenden Kraft folgt. Für den Phasenwinkel Δ φ gilt deshalb
0 < φ < π / 2. Je größer der Phasenwinkel, desto
ausgeprägter ist die Dämpfung der Schwingung.
Die DMA erlaubt u.a. die Bestimmung von:
- > viskoelastischen Materialeigenschaften (beispielsweise
Moduln und den Verlustfaktor tan (δ) )
- > Temperaturen, welche das viskoelastische Verhalten charakterisieren
- > Dämpfung
- > speziell der Glasübergangstemperatur (für die die DMA
die empfindlichste Methode darstellt)
- > dem frequenzabhängigen mechanischen Verhalten von
Materialien
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